Beste Davis-Cup-Wettanbieter 2026: Welcher Weg zu welchem Spieler passt
Stand: 29. Oktober 2026 · Die Erlaubnisangaben wurden gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder abgeglichen.

Der Davis Cup 2026 ist die 114. Ausgabe des Mannschaftswettbewerbs, der am 5. Februar begonnen hat und am 29. November endet. Acht Nationen stehen noch im Rennen: Spanien, Deutschland, Großbritannien, Österreich, Südkorea, Tschechien, Kanada und Italien, wobei Italien als Titelverteidiger Gastgeber der Endrunde ist. Wer in Deutschland auf dieses Turnier setzen will, hat eine Wahl — aber eine engere, als die Werbung vermuten lässt. „Bester Anbieter“ ist keine Auszeichnung, die ein Buchmacher verleihen kann; es ist eine Rechnung, die der Spieler selbst aufstellt, aus Quoten, Bedingungen und dem, was er tatsächlich vorhat. Genau darum geht es hier: nicht um eine Reihenfolge, sondern um die Wege, die es gibt, und darum, für wen welcher Weg taugt.
Zwei Einschränkungen stehen am Anfang und bestimmen alles Weitere. Erstens: In Deutschland sind Wetten auf den Davis Cup nur bei Veranstaltern mit Erlaubnis zulässig, und die einzige belastbare Prüfung ist die amtliche Liste. Zweitens: Live-Wetten während eines laufenden Matches sind in Deutschland auf das Endergebnis und wenige ähnlich seltene Komponenten begrenzt — beim Tennis also auf den nächsten Satz, nicht auf den nächsten Punkt. Wer sein Geld im Match bewegen will, wählt damit faktisch zwischen der Legalität und der Freiheit, seine Position zu ändern. Beides gleichzeitig gibt es nicht.
Warum der Davis Cup anders wettbar ist als ein Grand Slam
Ein Tennisturnier liefert normalerweise eine Woche lang Dutzende Einzel auf denselben Plätzen, jederzeit unterbrochen durch Regen, Aufgabe oder Formkrise. Der Davis Cup liefert das Gegenteil. Der Wettbewerb wird vom Tennis-Weltverband ITF veranstaltet und geht auf das Jahr 1900 zurück, als die USA in Boston gegen Großbritannien antraten. Jede Begegnung wird an zwei Tagen mit bis zu vier Einzeln und einem Doppel ausgetragen, alles im Best-of-Three, und sobald eine Mannschaft drei Siege beisammen hat, entfallen die restlichen Partien. Im Final-Turnier werden pro Begegnung ohnehin nur drei Partien gespielt: zwei Einzel, bei Bedarf ein Doppel.

Diese Struktur ist keine Randnotiz, sondern der Grund, warum sich Quoten hier anders bilden als an einem Grand Slam. Ein Duell kann nach zwei Matches entschieden sein. Die dritte, vierte und fünfte Partie fallen aus. Wetten, die auf diese Partien gesetzt worden sind, werden nicht einfach storniert — sie werden nach den Bedingungen des jeweiligen Anbieters abgerechnet, und genau dort liegt das Risiko, das in keiner Quote steht. Wer auf das dritte Einzel eines Länderduells setzt, setzt auf ein Match, das möglicherweise nie angepfiffen wird.
Der Spielplan des Davis Cup 2026 verteilt sich über das ganze Jahr. Die 1. Qualifikationsrunde lief vom 5. bis 8. Februar, die 2. Qualifikationsrunde vom 18. bis 20. September. Für das Final 8 stehen die acht Nationen fest, aber die Paarungen und Termine des Finalturniers werden erst kurzfristig gesetzt. Aus Sicht des Setzers heißt das: Vorab-Quoten liegen über weite Strecken des Jahres nicht vor. Wer früh auf einen späteren Vergleich setzen will, findet keine Liste, sondern eine Veranstaltung, deren Teilnehmerfeld erraten werden muss.
Ein Blick auf die Größe des Wettbewerbs hilft bei der Einordnung. Am Davis Cup 2025 hatten sich 161 Nationen angemeldet, 157 davon spielten mit. Den Titel 2025 holte Italien im Finale in Bologna mit 2:0 gegen Spanien. Rekordsieger sind die Vereinigten Staaten mit 32 Siegen, dahinter Australien mit 28 Erfolgen, von denen vier als Australasien errungen wurden.
Einzel, Doppel, Gesamtausgang: was eine Quote eigentlich bepreist
Die Märkte, die ein deutscher Anbieter auf ein Länderduell anbieten kann, folgen aus der Struktur des Wettbewerbs. Es gibt drei Ebenen, und sie tragen unterschiedlich viel Information.

Bei den Einzelpartien zählt der Spieler und seine aktuelle Form, und ein Doppel ist ein eigener Wettbewerb mit eigener Setzlogik: eingespielte Paare gegen kurzfristig zusammengestellte. Auf der Ebene des Gesamtausgangs zählt dagegen die gesamte Kaderbreite einer Nation, nicht der einzelne Spitzenspieler. Ein Land mit einer Nummer eins und drei Lücken verliert ein Duell gegen eine Mannschaft, die auf allen Positionen solide besetzt ist — und die Quote auf den Gesamtausgang wird das einpreisen, während die Quote auf das Top-Einzel es nicht tut.
Deshalb lohnt es sich, vor dem Setzen zu prüfen, ob die angebotene Quote zu dem Markt gehört, den man meint. Ein Anbieter, der nur den Gesamtausgang eines Duells führt, bepreist eine andere Wette als einer, der jedes Einzel separat listet. Wer auf den Sieg einer Nation setzen will, weil deren Spitzenspieler gegenwärtig in Form ist, muss genau lesen, ob sein Wettschein das Einzel meint oder die Mannschaft.
Rechenbeispiel: was in einer Quote schon abgezogen ist
Zwei Quoten von 1,90 auf beide Seiten eines Duells sehen nach einem fairen Angebot aus. Sie sind keines. Ein solches Paar ergibt einen Auszahlungsschlüssel von 1 ÷ (1 ÷ 1,90 + 1 ÷ 1,90), also knapp 0,95 — rund 95 % der Einsätze fließen über diesen Markt an die Setzer zurück, und die Marge des Veranstalters liegt entsprechend bei etwa 5 %. Das ist der Preis, der in jeder Quote steckt, bevor ein einziges Ergebnis feststeht, und es ist in der Praxis die untere Kante: enge Zwei-Weg-Märkte werden so knapp kalkuliert, ein schwächer besetztes Feld oder ein Markt mit vier oder fünf Ausgängen lässt die Marge deutlich darüber steigen.
Für den Vergleich dieser Seite heißt das: Ein Quotenunterschied, der im ersten Moment gering wirkt, ist der einzige Hebel, an dem ein Setzer selbst drehen kann. Wer zwei Quoten von 1,88 und 1,92 nebeneinanderlegt, sieht auf dem Wettschein kaum einen Unterschied. Über eine Saison mit vielen Wetten auf einen Zwei-Weg-Markt summiert sich die Differenz zu einem messbaren Betrag, und die Marge des Anbieters ist der Punkt, an dem sie entsteht. Die konkrete Zahl gilt nur für das Beispiel und für den Moment, in dem Quoten abgefragt werden — sie ändert sich mit jeder Marktbewegung.
Erlaubnis, Whitelist und die vier Wege zum Anbieter
Wer in Deutschland ein Sportwettkonto eröffnen will, trifft auf vier verschiedene Konstellationen, und sie sind nicht gleichwertig. Die erste ist der Veranstalter mit deutscher Erlaubnis, der die gesamte Schutzarchitektur des Glücksspielstaatsvertrags hinter sich hat. Die zweite ist der Anbieter mit Erlaubnis, der einige Wünsche nicht erfüllen darf — etwa Live-Wetten auf den nächsten Punkt. Die dritte ist ein Anbieter außerhalb des deutschen Systems. Die vierte ist der stationäre Weg, die Annahmestelle im Ort.
Wie die amtliche Liste eine Erlaubnis nachweist
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale) prüft und erteilt als Aufsichtsbehörde die bundesweite Erlaubnis für Sportwetten im Internet nach dem GlüStV 2021, das seit dem 1. Juli 2021 in Kraft ist. Sie überwacht und sanktioniert auch. Der einzige belastbare Test, ob ein bestimmter Anbieter eine Erlaubnis hat, ist die amtliche Whitelist nach § 9 Absatz 8 GlüStV. Die Liste ist keine Empfehlung und keine Rangfolge, sie ist ein Nachweisverzeichnis.
Der Stand der Liste vom 2. Oktober 2026 hält 30 Einträge: 27 Konzessionäre mit Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten, und drei Konzessionäre ausschließlich für Pferdewetten. Jede dort geführte Domain endet auf .de. Das ist wichtig — aber es ist kein Beweis. Eine deutsche Domain kann jeder registrieren. Wer die Liste umgekehrt liest und glaubt, ein Anbieter mit Casino-Erlaubnis dürfe deshalb auch Sportwetten annehmen, irrt ebenso: Ein Automatenspiel-Permit ist eine andere Erlaubnis mit anderen Regeln, und nur die Domain, die unter der Sporterlaubnis steht, nimmt Sportwetten an.
Eine erste Erlaubnis ist auf fünf Jahre angelegt. Die Whitelist weist ausschließlich Erteilungsdaten aus, niemals ein Enddatum. Wer auf einer Vergleichsseite ein Ablaufdatum liest, hat es nicht von der Behörde.
Genau darum gehört jede Anbieterprüfung in Deutschland in eine feste Reihenfolge. Der Name des Anbieters, den der Markt trägt, ist nicht automatisch der Konzessionär. Bei bwin führt die Whitelist die bwin (Deutschland) Limited mit Sitz im maltesischen Gzira. Ein deutscher Markenname mit einem Betreiber in Malta ist der Normalfall, nicht die Ausnahme — die Erlaubnis gilt trotzdem für den deutschen Markt, weil sie von der GGL kommt und nicht von einer Aufsichtsbehörde in Valletta. Wer sich vergewissern will, sucht auf der Liste nach der Marke, nicht nach dem Firmensitz, und er prüft, dass die Sportwetten-Zeile den konkreten Namen der deutschen Domain trägt.
Die Frage, was überhaupt angeboten werden darf, entscheidet die GGL ebenfalls. Zugelassen sind Festquotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Vorkommnisse im Verlauf, als Einzel- oder Kombiwette, und nur die Wettarten, die die Behörde im Sportwettprogramm freigegeben hat. Das schließt Wetten auf soziale oder politische Ereignisse aus, desgleichen Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen, sowie manipulationsträchtige Wetten. Der Bereich, in dem deutsche Anbieter ihr Tennisprogramm aufbauen können, ist damit abgesteckt und nicht beliebig erweiterbar.
Live-Wetten beim Tennis: der nächste Satz ja, der nächste Punkt nein
Die Regel, die deutsche Tennis-Livewetten prägt, steht in § 21 Absatz 4 GlüStV. Während eines laufenden Ereignisses sind Wetten nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente in Sportarten erlaubt, in denen solche Ereignisse selten sind. Beim Tennis ist der nächste Satz zulässig. Der nächste Punkt ist es nicht — dafür passiert er zu oft, und genau die schnelle Wiederholung ist die Einladung zur Manipulation. Im Fußball ist das nächste Tor erlaubt, der nächste Korb im Basketball nicht.
Wer aus anderen Märkten an Live-Tennis gewöhnt ist, merkt hier den Unterschied sofort: Das Fenster, in dem man während eines Matches noch reagieren kann, ist schmal und liegt auf wenigen Sekunden pro Satz statt pro Ballwechsel. Das ist eine bewusste Entscheidung des Gesetzgebers, keine technische Lücke, und sie erklärt, warum ein Anbieter mit einem riesigen Live-Portfolio für andere Sportarten beim Tennis trotzdem überschaubar bleibt.
Was zusätzlich gilt: Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Ein Cash Out ist in der deutschen Regulierung überhaupt nicht vorgesehen — es gibt keine gesetzliche oder behördliche Regel dazu, weder erlaubend noch verbietend. Wer bei einem Anbieter auf eine Cash-Out-Funktion trifft, nutzt eine Produkteigenschaft dieses Unternehmens, keine gesetzlich verbürgte Einrichtung. Die Unterscheidung ist praktisch wichtig: Eine Auszahlung während des Matches läuft nach den Bedingungen des Veranstalters, und die können sich ändern.
Einen gesetzlichen Höchsteinsatz pro Wette gibt es im deutschen Sportwettenrecht nicht. Was es gibt, ist eine Begrenzung des monatlichen Einzahlungsvolumens — und die ist ein Spielerschutzinstrument, keine Quotenregel.
Was ein Anbieter außerhalb des Whitelists kostet
Sportwetten an Personen in Deutschland anzubieten, ohne die deutsche Erlaubnis zu haben, ist unerlaubtes Glücksspiel. Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat für den deutschen Markt keine Bedeutung. Die GGL warnt Verbraucher ausdrücklich vor solchen Angeboten; im September 2026 nannte sie dabei namentlich ein illegales Angebot als Beispiel. Auf der Strafrechtseite steht für das Veranstalten unerlaubten Glücksspiels eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder eine Geldbuße, für die Werbung bis zu einem Jahr, für die Beteiligung bis zu sechs Monaten oder eine Geldbuße. Verfolgungen einzelner Spieler sind dabei nicht belegt — das ist so wenig eine Erlaubnis wie es ein Grund ist, daraus eine Drohkulisse zu bauen.
Die Behörde kann gegen unerlaubte Angebote vorgehen: Verbote, Zahlungsblockaden und Netzwerksperren stehen ihr zur Verfügung. In der Zivilrechtsprechung haben Gerichte in mehreren Fällen Anbieter, die keine deutsche Erlaubnis hatten, zur Rückzahlung von Einsätzen verurteilt. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht — ein Kläger verlangt von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt des EuGH hielt es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten, mit einer Ausnahme: Wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Ein Urteil ist das nicht, und niemandem ist damit eine Rückzahlung versprochen.
Der fairere Vergleich als der moralische ist der praktische. Ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis ist mit dem Sperrsystem OASIS und der Limitdatei LUGAS nicht verbunden. Es gibt keinen deutschen Rechtsweg gegen ihn. Es gibt aber auch die 1.000-€-Grenze nicht, keine eingeschränkten Live-Märkte und keine Pflicht, ein Zahlungsmittel im eigenen Namen zu verwenden. Ein deutscher Veranstalter bietet dafür Rechtssicherheit, Spielerschutz und eine Aufsichtsbehörde — um den Preis, dass er bei einer Einzahlung von mehr als 1.000 € im Monat nicht mitspielt, dass das Live-Fenster beim Tennis auf den Satz beschränkt bleibt und dass vor der ersten Auszahlung eine vollständige Verifizierung steht.
Die Steuer, die im Preis steckt
Die Sportwettensteuer nach den §§ 16 bis 25 Rennwett- und Lotteriegesetz beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“. Umgerechnet auf den eingezahlten Betrag sind das rund 5,03 % (5,3 geteilt durch 105,3). Geschuldet wird sie vom Veranstalter der Wette, nicht vom Setzer. Ob und wie ein Anbieter sie weitergibt, ist dessen Entscheidung — und genau deshalb steht hier keine Zahl, die für alle gilt. Wer wissen will, wie der eigene Anbieter mit der Steuer umgeht, liest dessen Wettbedingungen und nicht die Steuersätze.
Zwei Dinge sind an dieser Stelle oft falsch dargestellt. Die Steuer ist nicht identisch mit 5,3 % des Einsatzes; die Bemessungsgrundlage ist der Einsatz abzüglich der Steuer selbst, deshalb die rund 5,03 %. Und die Steuer trifft auch unerlaubte Anbieter: Wer Steuern zahlt, hat damit keine Erlaubnis nachgewiesen. Einige Anbieter machen aus der Steuerbehandlung ein Werbeargument. Ein bekannter Anbieter bewirbt sich mit dem Hinweis auf „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ und stützt das auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball im Zeitraum vom 1. April bis 30. August 2025, in der er bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Eine solche Aussage ist ein Studienergebnis über einen Zeitraum, keine Zusage für das nächste Match.
Der Weg über die Annahmestelle
Es gibt noch den vierten Weg, und er wird beim Vergleich regelmäßig vergessen: das stationäre Geschäft. Die ODDSET Sportwetten GmbH erhielt vom Regierungspräsidium Darmstadt mit Bescheid vom 15.12.2022 die Erlaubnis für Sportwetten sowohl im Internet als auch im stationären Vertrieb. Staatsnah, bodenständig, mit Annahmestellen im ganzen Land. Wer sich an einem Bildschirm unwohl fühlt oder schon länger dabei ist und die Liste im Laden vorzieht, für den ist das eine reale Option und keine Nostalgie. Aufsichtsbehörde ist dieselbe GGL wie bei allen anderen hier behandelten Anbietern.
Die Wahl besteht also nicht zwischen gut und schlecht, sondern zwischen vier Bündeln von Vor- und Nachteilen. Der größte Irrtum ist, sie für austauschbar zu halten.
Spielerschutz: was ab der ersten Einzahlung gilt
Ein Spielerschutzabschnitt, der nur aufzählt, ist eine Broschüre. Die interessantere Frage ist, was diese Regeln dem einzelnen Setzer wegnehmen, und ob das für ihn ein Verlust oder eine Bremse ist.
Das Limit und wer es erhöhen darf
Die Einzahlungsgrenze liegt bei 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg und wird über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt. Der entscheidende Teil ist nicht die Zahl, sondern das Wort „über alle Anbieter“. Ein Konto bei drei Veranstaltern mit je 1.000 € ist damit nicht möglich. Wer sein Budget auf mehrere Marken verteilen wollte, um die Grenze zu umgehen, findet ein System vor, das genau darauf gebaut ist, das zu erkennen.
Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es vorsieht, darf für einen Einzelnen ein höheres Limit setzen — bis 10.000 €, und zwischen 10.000 € und 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler. Das geht nur gegen nachweisbare wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Eine Selbstauskunft reicht nicht. Ein Setzer, der glaubt, ein Formular auszufüllen und danach freier zu wirtschaften, wird hier die längste Unterhaltung seines Wettlebens führen. Wer sein Limit senkt, bekommt das sofort. Wer es erhöht, wartet sieben Tage — eine Asymmetrie, die den Zweck der Regel offenlegt.
Wer mit einem Monatsbudget von wenigen Hundert Euro arbeitet, für den ändert die 1.000-€-Grenze nichts. Sie betrifft ihn persönlich nicht, und das sollte man offen sagen: Für die Mehrheit der Freizeitsetzer ist das Limit kein Hindernis, sondern eine der wenigen Vorgaben, die still bleiben.
Sperrsystem, Panikbutton und Verifizierung
Das Sperrsystem OASIS ist das bundesweite Ausschlussverzeichnis und wird bei der Registrierung und beim Login abgeglichen. Wer sich dort mit einer konkreten Dauer sperrt, muss mindestens drei Monate warten; wer keine Dauer nennt, mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Absatz 3 löst sofort eine 24-stündige Sperre aus — Sperre, nicht Pause. Offshore-Angebote sind an OASIS und LUGAS beide nicht angeschlossen, was der praktische Kern des ganzen Vergleichs ist.
Parallelspiel ist verboten. Die GlüStV-Formulierung „Parallelspiel“ meint die gleichzeitige Nutzung mehrerer Konten desselben Spielers bei einem Anbieter in einer Weise, die das Limit unterläuft, überwacht über die Aktivitätsdatei. Ein Konto pro Anbieter mit vollständiger Verifizierung ist die Regel. Vor abgeschlossener Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spiel erlauben, mit 100 € Einzahlungsgrenze und ohne Auszahlungen. Wer nach der Anmeldung sofort Geld sieht, es aber nicht herausbekommt, hat keinen Fehler gemacht, sondern trifft auf diese Vorschrift.
Ein Punkt, der in der Praxis häufiger greift als alle anderen: Zahlungen sind nur von einem Zahlungskonto auf den eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut erlaubt. Anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen. Das ist der Mechanismus, der Krypto und anonyme Prepaid-Karten aus dem erlaubten deutschen Sportwetten heraushält, und er erklärt, warum die Zahlungsliste seriöser Anbieter kürzer aussieht als die einer Offshore-Seite. Welche Marken ein einzelner Anbieter akzeptiert, steht in dessen eigenen Bedingungen.
Spielerguthaben liegen auf einem treuhänderisch geführten, insolvenzgeschützten Konto. Bei Kontoschließung wird das Guthaben binnen fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt. Zwei Sätze, die im Streitfall mehr wert sind als jeder Bonusbetrag. Und: Die Teilnahme ist erst ab 18 Jahren erlaubt.
Der Spielplan entscheidet, wann überhaupt Quoten stehen
Ein Tennisturnier mit festem Kalender ist für Setzer berechenbar. Der Davis Cup ist es nicht, und das ist keine Schwäche des Wettbewerbs, sondern sein Format. Wer ihn bepreisen will, muss mit einem Ereignis umgehen, dessen Teilnehmerfeld sich über Monate auffüllt.
Von der Qualifikationsrunde zum Final 8
Die 1. Qualifikationsrunde fand vom 5. bis 8. Februar 2026 statt. Danach wird es still, bis die 2. Qualifikationsrunde vom 18. bis 20. September 2026 lief. Erst nach dem September standen die acht Nationen des Finalturniers fest: Spanien, Deutschland, Großbritannien, Österreich, Südkorea, Tschechien, Kanada und Italien. Italien geht als Titelverteidiger und Gastgeber ins Turnier; im Vorjahr hatte Italien das Finale in Bologna mit 2:0 gegen Spanien gewonnen.
Für Wetten bedeutet dieser Rhythmus eine einfache Konsequenz: Über weite Teile des Jahres gibt es auf das Final 8 keine Quoten, weil es nichts zu bepreisen gibt. Wer sein Geld früh platzieren will, muss auf einer Wette sitzen, deren Gegner noch nicht feststehen — oder er lässt es bleiben und wartet. Beides ist legitim, aber nur eine der beiden Varianten bekommt eine Quote, die man heute schon lesen und mit einer anderen vergleichen kann.
Der entscheidende Vorteil der späteren Platzierung ist Kontrolle. Sobald die Paarungen stehen, kommen Kaderinformationen, Verletzungen und Platzwahl zusammen, und aus diesen Informationen entsteht eine Quote, die sich mit einer zweiten Quote vergleichen lässt. Bei einem Vorab-Setzer sieht der Wettschein dagegen hübsch aus und trägt keine Information, die man gegenprüfen könnte.
Was die Nationenlage für den Ausgang heißt
Im Finalturnier spielt jede Begegnung nur zwei Einzel und bei Bedarf ein Doppel. Die Kaderbreite, die über vier Einzel entscheidet, schrumpft damit auf zwei Positionen. Eine Nation mit einem herausragenden ersten Spieler und einer schwächeren zweiten Position ist in diesem Format besser aufgestellt als in der Qualifikationsrunde — und der Markt preist das ein.
Umgekehrt gilt: In den Qualifikationsrunden mit ihren vier Einzeln und dem Doppel über zwei Tage kann ein Team mit drei gleichwertigen Spielern die Begegnung früher entscheiden, und die restlichen Partien fallen weg. Wer auf eine dieser späteren Partien gewettet hat, wartet dann auf die Abrechnung nach Bedingungen, die er vorher gelesen haben sollte.
Das Tennisangebot der geprüften Anbieter ist in Deutschland ohnehin unterschiedlich tief. Nicht jeder deutsche Veranstalter baut ein umfangreiches Tennisprogramm auf, und Davis-Cup-Duelle gehören zu den Ereignissen, die kurzfristig ins Angebot kommen und ebenso kurzfristig verschwinden. Wer bewusst auf ein Länderduell setzen will, prüft vorher, ob sein Anbieter diesen Wettbewerb überhaupt im Programm führt und in welcher Tiefe.
Die zehn Anbieter im Vergleich
Alle zehn Marken unten verfügen über eine Sportwetten-Erlaubnis für ihre deutsche Domain nach dem Stand der Whitelist vom 2. Oktober 2026. Diese Liste ist keine Empfehlung und keine Rangfolge, sondern eine Auswahl von Wegen — und die unterscheiden sich weniger in der Quote als in der Umgebung drumherum.
| Marke | Whitelist-Status und Konzessionärin | Sporterlaubnis seit |
|---|---|---|
| Tipwin | Sportwetten-Erlaubnis für Tipwin; Tipwin Limited; Folgeerlaubnisse 27.12.2022 und 09.01.2024 | 09.10.2020 |
| bwin | Sportwetten-Erlaubnis für bwin; bwin (Deutschland) Limited, Gzira, Malta; Folgeerlaubnis 23.12.2022 | 09.10.2020 |
| bet-at-home | Sportwetten-Erlaubnis für bet-at-home; Bet-at-home.com Internet Limited; Folgeerlaubnis 22.12.2022 | 02.11.2020 |
| 888sport | Sportwetten-Erlaubnis für 888sport; 888 Germany Limited; Folgeerlaubnis 15.12.2022 | 30.06.2021 |
| Betano | Sportwetten-Erlaubnis für Betano; Betkick Sportsbetting Limited; Folgeerlaubnis 16.12.2022 | 19.02.2021 |
| ODDSET | Sportwetten-Erlaubnis für ODDSET; Oddset Sportwetten GmbH; Erlaubnis auch für stationären Vertrieb (Bescheid 15.12.2022) | 18.11.2020 |
| NEO.bet | Sportwetten-Erlaubnis für NEO.bet; Greenvest Betting Limited; Folgeerlaubnis 22.12.2022 | 09.10.2020 |
| Betway | Sportwetten-Erlaubnis für Betway; Betway Limited; Folgeerlaubnis 23.12.2022 | 09.03.2021 |
| Tipico | Sportwetten-Erlaubnis für Tipico; Tipico Co. Limited; Folgeerlaubnis 09.12.2022 | 09.10.2020 |
| LeoVegas | Sportwetten-Erlaubnis für LeoVegas; LVSports Limited | 21.10.2024 |
Die Spanne bei den Erteilungsdaten ist die erste Information, die die Tabelle liefert. Sieben der zehn Konzessionäre haben ihre erste Sporterlaubnis zwischen Oktober 2020 und Juni 2021 erhalten — in der Startphase des regulierten deutschen Marktes, als das Verfahren noch frisch war. LeoVegas sticht mit dem 21.10.2024 heraus, also mehr als drei Jahre nach der ersten Welle. Das ist kein Nachteil und keine Qualitätsaussage, aber es ist ein Unterschied: Ein späterer Markteintritt in das regulierte Deutschland bedeutet, dass das Produkt unter den Schutzregeln des GlüStV 2021 aufgebaut wurde und nicht aus einer Zeit davor umgebaut werden musste. Wer Wert darauf legt, dass sein Anbieter nie unter anderen Regeln gearbeitet hat, findet hier ein Unterscheidungsmerkmal, das in der Werbung nicht vorkommt. Wer dagegen Wert darauf legt, dass sein Anbieter ein Jahrzehnt Erfahrung mit dem deutschen Wetterlebnis hat, liest die Tabelle in die andere Richtung.
Der zweite Punkt, den die Tabelle sichtbar macht: kein Konzessionär in dieser Gruppe hat seinen Sitz in Deutschland. Malta und ähnliche Standorte dominieren die Betreibergesellschaften, während die GGL in Halle (Saale) die Aufsicht führt und die Marken deutsche Domains betreiben. Wer nach dem Firmensitz sortiert, sortiert nach der falschen Spalte.
Tipwin: Partner des Basketballs, nicht des Tennis
Tipwin hält seine Sporterlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, mit Folgeerlaubnissen vom 27.12.2022 und vom 9.01.2024 — zwei Nachträge statt einem, was zeigt, dass die GGL die Erlaubnisse laufend überprüft. Inhaltlich auffällig ist das Sponsoring: Tipwin ist Premium Partner des Deutschen Basketball Bundes, und die Partnerschaft wurde bis zum 31. Dezember 2026 verlängert und läuft damit mindestens drei weitere Jahre.
Das ist ein Engagement in einer Randsportart, und es sagt etwas über die Zielgruppe. Wer sich über Basketball zu einem Anbieter führt, landet in einem Umfeld, in dem ein Teamwettbewerb mit wechselnden Kadern der Alltag ist — genau die Denkweise, die auch beim Davis Cup hilft. Für Tennis selbst liefert das Sponsoring keinen Beleg; wer daraus auf ein besonders tiefes Tennisprogramm schließt, schließt zu viel. Die Sportwetten-Erlaubnis deckt das ganze zugelassene Wettprogramm ab, nicht nur eine Sportart.
Zu den Umsatz- und Bonusbedingungen von Tipwin findet sich hier keine belastbare Zahl; wer sie braucht, liest die Teilnahmebedingungen der beworbenen Aktion, bevor er den ersten Einsatz setzt, und prüft dort insbesondere die Mindestquote. Tipwin trägt die Erlaubnis seit der ersten Welle und gehört zu den Konzessionären mit den häufigsten Nachträgen. Wer einen Anbieter sucht, dessen Lizenzhistorie mehrfach geprüft wurde, sieht hier eine Pflegespur — mehr lässt sich aus zwei Daten nicht ableiten.
bwin: der große Name über einer maltesischen Konzessionärin
bwin führt seine Sporterlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, mit einer Folgeerlaubnis vom 23.12.2022. Konzessionärin ist die bwin (Deutschland) Limited mit Sitz im maltesischen Gzira. Wer die Marke googelt und beim Firmensitz deutsches Recht erwartet, wird hier eines Besseren belehrt: Der Konzessionär sitzt im Ausland, die Aufsicht führt die GGL, und beides widerspricht sich nicht.
bwin ist die bekannteste Marke in dieser Gruppe, und Bekanntheit ist der teuerste Posten in der Kalkulation eines Buchmachers. Sponsoring, Werbebudget und Markenpflege zahlen die Setzer über die Marge mit, und wer sich über einen Gratiswettbewerb von den Werbekosten ablenken lässt, hat den Posten schon akzeptiert. Für Tennis ist bwin eine der breit aufgestellten Adressen in Deutschland, ohne dass sich aus den hier vorliegenden Angaben eine Aussage über konkrete Davis-Cup-Märkte ableiten lässt. Wer sich dafür entscheidet, entscheidet sich für Wiedererkennbarkeit und Reichweite — und sollte den Umstand im Blick behalten, dass eine große Marke nicht automatisch die bessere Quote trägt.
bet-at-home: früh lizenziert, lange am Markt
Die Bet-at-home.com Internet Limited steht seit dem 2. November 2020 mit einer Sportwetten-Erlaubnis in der Liste, gefolgt von einer Folgeerlaubnis vom 22.12.2022. Bemerkenswert ist der zweite Teil des Whitelist-Eintrags: Derselbe Konzessionär hält seit dem 28.12.2022 zusätzlich eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele.
Genau hier lohnt sich die Trennung, die im Whitelist-Eintrag sichtbar wird: Sportwetten und virtuelles Automatenspiel sind zwei Erlaubnisse mit zwei Regelwerken. Dass der Konzessionär beides hält, sagt nichts darüber, wie das Sportwettenangebot aussieht — und wer beim Anbieter landet und plötzlich Automatenspiele im Blick hat, sitzt nicht in einem Sportwettenprodukt, sondern im anderen Teil des Portfolios. Wer ausschließlich Sportwetten spielen will, findet hier eine etablierte Marke mit früher Erlaubnis und langem Nachweis; für Davis-Cup-Märkte im Speziellen gibt die Lizenzhistorie nichts her, und der Tennis-Fan wird sich am konkreten Wettprogramm orientieren müssen statt an der Markengeschichte.
888sport: Konzernstruktur statt Einzelmarke
888sport hält die Erlaubnis für seine deutsche Domain seit dem 30.06.2021, mit Folgeerlaubnis vom 15.12.2022; Konzessionärin ist die 888 Germany Limited. Interessant ist an dieser Stelle die Struktur dahinter: Die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist die Holdinggesellschaft der 888-Gruppe, zu der 888sport gehört, und die Aktie ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert.
Ein börsennotierter Konzern im Rücken ist ein zweischneidiges Merkmal. Auf der einen Seite steht eine Berichtspflicht gegenüber Aktionären und Aufsichtsbehörden, die manchem Spieler Sicherheit gibt. Auf der anderen Seite ist die Marke nur eine von mehreren Linien eines Konzerns, der sein Geld überwiegend außerhalb Deutschlands verdient — und Konzerninteressen sind nicht identisch mit den Interessen eines deutschen Tennissetzer, der einen bestimmten Markt zu einer bestimmten Zeit sucht. Die Erlaubnis für die deutsche Domain ist der Punkt, an dem die Marke in Deutschland antritt, und sie steht seit 2021.
Betano: App mit ausgebautem Werkzeugkasten
Betano trägt seine Sporterlaubnis seit dem 19.02.2021, mit Folgeerlaubnis vom 16.12.2022, Konzessionärin ist die Betkick Sportsbetting Limited. Die App „Betano Sportwetten und Slots“ wird im Apple App Store von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten. Die Entwicklerbeschreibung nennt Bet Builder, also das Kombinieren mehrerer Märkte eines Spiels, Cash Out und Live-Streaming, unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL.
Für Tennis ist das die konkreteste Produktangabe in dieser Gruppe: Grand-Slam-Streams stehen ausdrücklich in der Beschreibung. Der Davis Cup ist keine Grand-Slam-Veranstaltung und wird in dieser Beschreibung nicht genannt, und wer annimmt, die Stream-Liste gelte auch für ein Länderduell, schiebt eine Annahme unter eine Produktangabe. Der Bet Builder ist beim Tennis ohnehin schwieriger zu handhaben als beim Fußball, weil die legalen Kombinationsmöglichkeiten innerhalb eines Live-Matches eng sind. Wer die Werkzeuge als Argument für sich verbucht, sollte zuerst prüfen, welche davon auf einen Zwei-Tage-Mannschaftswettbewerb überhaupt anwendbar sind.
ODDSET: staatlich, stationär, unbeirrt
Die ODDSET Sportwetten GmbH ist eine Besonderheit in dieser Liste, und zwar aus zwei Gründen. Zum einen ist im Whitelist-Eintrag ausdrücklich sowohl die Erlaubnis für Sportwetten im Internet als auch für den stationären Vertrieb vermerkt, erteilt vom Regierungspräsidium Darmstadt mit Bescheid vom 15.12.2022. Damit ist ODDSET der einzige hier behandelte Anbieter, dessen Erlaubnis sich auch auf die Annahmestelle im Ort erstreckt.
Das ist kein Nostalgiebonus, sondern ein Strukturvorteil für eine bestimmte Gruppe. Wer den Bezahlvorgang nicht am Bildschirm abwickeln will, wer eine unbare Einzahlung umgehen möchte oder wer Übung in lokalem Service schätzt, findet hier als Einziger in dieser Auswahl den Weg über die Annahmestelle. Aufsichtsbehörde ist dieselbe GGL wie sonst auch, mit Sitz in Halle (Saale), Hansering 15. Internationale Sportwetten über einen Serverbetrieb irgendwo in der Karibik sucht man hier vergeblich — und genau darum geht es bei diesem Anbieter.
NEO.bet: eine der frühesten Erlaubnisse im Markt
Die Greenvest Betting Limited führt NEO.bet mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.10.2020, ergänzt durch eine Folgeerlaubnis vom 22.12.2022. Damit teilt NEO.bet das früheste Erteilungsdatum dieser Liste mit erfolgreichen Marken wie Tipwin, bwin und Tipico — die ersten Konzessionen des regulierten deutschen Marktes wurden offenbar in einer engen Zeitspanne erteilt.
Aus einer Erlaubnis vom ersten Tag folgt weder eine bestimmte Quotenhöhe noch ein bestimmtes Tennisangebot. Der Satz gehört hier trotzdem hin, weil er der häufigste Kurzschluss beim Anbietervergleich ist: Ein früher Erlaubnisstempel bedeutet, dass ein Konzessionär die Prüfung des GlüStV 2021 durchlaufen hat, nicht dass er beim nächsten Länderduell einen halben Prozentpunkt mehr bietet. Was der frühe Stempel tatsächlich mitteilt, ist die Dauer, in der sich ein Unternehmen an die deutschen Regeln halten musste — sechs Jahre Praxis mit Einzahlungslimit, OASIS und Sperrlogik, statt sechs Monate.
Betway: Cash-Out erklärt, aber nicht garantiert
Betway hält die Erlaubnis für Betway.de seit dem 09.03.2021, Folgeerlaubnis vom 23.12.2022, Konzessionärin ist die Betway Limited. Die App-Beschreibung zum Betway-Cash-Out ist ungewöhnlich konkret: Das grüne Symbol erscheint unter „Meine Wetten“, der Wert der Wette wird angezeigt, und ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Zusätzlich beschreibt der Anbieter einen Wettkonfigurator für Fußballspiele, der Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert.
Diese Cash-Out-Beschreibung ist aus deutscher Sicht der wichtigste Punkt im Anbieterprofil — und zugleich der, bei dem die Regulierung am deutlichsten fehlt. Ein Cash Out ist in der deutschen Regulierung nicht vorgesehen; es gibt keine gesetzliche oder behördliche Regel dazu. Das Produkt existiert, weil ein Anbieter es anbietet, und es funktioniert nach dessen Bedingungen, nicht nach einer veröffentlichten Norm. Wer glaubt, ein Cash Out biete eine rechtlich verbürgte Kontrolle über den Wettschein, verwechselt eine Produktfunktion mit einem Anspruch. Zur Betway selbst bekannten Fußball-Ausrichtung passt der Konfigurator; beim Tennis bleibt es bei dem allgemeinen Hinweis, dass der Davis Cup ein kurzfristig gesetztes Ereignis ist.
Tipico: Cash-Out und Live-Wetten mit einem offenen Gerichtsverfahren
Tipico hält die Sporterlaubnis seit dem 09.10.2020, mit Folgeerlaubnis vom 09.12.2022; Konzessionärin ist die Tipico Co. Limited. Die Tipico Sportwetten App wird im Apple App Store vom Entwickler Tipico B2B Ltd angeboten und nennt den „Tipico Cashout“ als Kontrolle über den Wettschein sowie Live-Wetten auch während eines Fußballspiels.
Bei Tipico trifft der Leser auf ein Detail, das in keinem Produktvergleich steht: Das Verfahren, das der Bundesgerichtshof am 25. Juli 2024 dem Europäischen Gerichtshof zur Frage vorgelegt hat, trägt den Namen Tipico, und der Kläger verlangt mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Das betrifft den Zeitraum, in dem die Marke noch ohne deutsche Erlaubnis operierte, und nicht das heutige erlaubte Angebot. Ein laufendes Verfahren ist kein Urteil, ein Generalanwaltsschlussantrag ist kein Urteil, und Rückzahlungen sind niemandem versprochen. Wer diese Verbindung sieht, sollte sie richtig lesen: Hier zeigt sich, dass ein Anbieter heute auf der Whitelist stehen kann, während seine Vorgeschichte vor deutschen Zivilgerichten verhandelt wird.
Inhaltlich ist Tipico eine Marke mit breitem Fußballangebot und einer Live-Wette auch während des laufenden Spiels — eine Angabe, die für Fußball gilt und sich nicht einfach auf Tennis übertragen lässt, schon gar nicht vor dem Hintergrund der deutschen Live-Beschränkungen. Wer den Davis Cup im Blick hat, prüft bei Tipico direkt, welche Tennis-Märkte das Wettprogramm aktuell bereithält. Auf ein laufendes Verfahren mit einem Anbieter zu setzen, ist dabei weder ein Argument für noch gegen dessen erlaubtes Angebot.
LeoVegas: der späteste Markteintritt im erlaubten Feld
LeoVegas hält die Sporterlaubnis für Leovegas.de seit dem 21.10.2024; Konzessionärin ist die LVSports Limited. In dieser Liste ist das der späteste Erteilungsbeginn, und er fällt in einen Zeitraum, in dem das deutsche Regulierungssystem längst eingeübt war.
LeoVegas ist außerdem der ehrlichste Beleg für den kurzen Merksatz aus der Tabelle: Casino und Sportwetten sind zwei Erlaubnisse. Der Whitelist-Eintrag führt für LeoVegas eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 27.02.2023 und eine Sporterlaubnis seit dem 21.10.2024. Wer über die Marke zum Sportwetten kommt, kommt zuerst beim Automatenspiel vorbei — und wer dort hängenbleibt, spielt mit einem völlig anderen Limit- und Risikoprofil, als er es beim Tennis hätte. Für den Davis-Cup-Setzer ist LeoVegas damit der Anbieter mit der kürzesten regulierten Sporterfahrung dieser Gruppe und zugleich derjenige, bei dem die Abgrenzung zwischen den beiden Erlaubnisbereichen am klarsten sichtbar wird. Der Unterschied zwischen einer kurzen und einer langen Sporterlaubnis ist keine Quotenaussage, aber er entscheidet, wie viel Regulierungspraxis hinter der Plattform steht.
Der Vergleich endet mit einer Rechnung, nicht mit einer Meinung
Diese zehn Anbieter sind nicht gleich, aber sie sind auch nicht in einer Rangfolge. Die Erlaubnisse der ersten Welle teilen sieben von zehn; ein Anbieter kam 2024 dazu, einer hat den stationären Vertrieb, mehrere haben den Cash Out, einer hat den börsennotierten Konzern. Was sie fast alle gemeinsam haben: keine Angabe darüber, wie sich ihr Tennisprogramm speziell beim Davis Cup darstellt. Das ist der zentrale Befund dieses Vergleichs. Der Länderwettbewerb ist für deutsche Anbieter ein Nischenereignis mit unregelmäßigem Kalender, und Nischenereignisse haben entweder unregelmäßige Quoten oder gar keine.
Wer auf den Davis Cup setzen will, sollte deshalb in dieser Reihenfolge vorgehen. Zuerst der Markt: Will er überhaupt auf Tennis setzen, und will er auf ein Duell über zwei oder drei Tage? Dann die Zeit: Stehen die Paarungen schon fest? Dann die Quote: Was bietet sein Anbieter auf genau diesen Markt, und wie viele Anbieter bietet er überhaupt an? Dann die Form: Ist er bereit, auf die Plattform zu wechseln, die die bessere Quote stellt, obwohl sie einen Cash Out nicht in dieser Form anbietet — oder soll es derselbe Anbieter sein wie für alles andere, weil er die Nummer im Kopf hat.
Und dann kommt die Rechnung, die jede Diskussion über „beste“ Quoten erdet. Bei zwei Quoten von je 1,90 auf die beiden Seiten eines Duells fließen rund 95 % der Einsätze als Auszahlung zurück, und die Marge liegt bei etwa 5 %. Für einen Setzer mit einem Budget von 100 € im Monat auf einem Zwei-Wege-Markt bedeutet das, statistisch und über viele Wetten hinweg, einen durchschnittlichen Kostenanteil in dieser Größenordnung. Die Zahl ist keine Einzelwette und kein Versprechen, sie ist der Preis des Geschäfts, und sie ist die einzige Größe, die der Setzer beim Vergleich zweier Anbieter selbst beeinflussen kann.
Ob es sich lohnt, einen ganzen Tennis-Wettkalender auf ein einziges dieser Angebote zuzuschneiden, ist dagegen eine Frage, die kein Vergleich beantworten kann. Der Davis Cup liefert pro Jahr eine Handvoll Gelegenheiten über zwei Tage, mit Quoten, die praktisch nur im Fenster des jeweiligen Events stehen. Wer sein Tennisengagement insgesamt klein hält — die eine oder andere Wette auf ein Einzel, wenn es ansteht, und sonst nichts — findet in dieser Liste Anbieter mit Erlaubnis und ohne Drama. Wer die Quotenzeile zum Beruf machen will, sucht ohnehin nicht in einem Länderwettbewerb, sondern dort, wo jede Woche dieselben Märkte in denselben Umfang bepreist werden.
Und wer sich fragt, ob er sich auf einen Weg beschränken muss: Er muss nicht. Ein deutsches Limit gilt über alle Anbieter, aber die Wahl zwischen einem großen Namen und einem späten Markteintritt, zwischen einem Wettkonfigurator und einem Annahmestellennetz, ist eine echte Entscheidung. Der Punkt, an dem die Wege wirklich auseinandergehen, ist der, an dem sie sich anfühlen wie derselbe — bei der Quote auf einen Zwei-Tage-Mannschaftswettbewerb an einem Sonntag im November.
Häufige Fragen zu Davis-Cup-Wetten in Deutschland
Wann läuft der Davis Cup 2026, und welche Länder stehen im Final 8?
Die 114. Ausgabe beginnt am 5. Februar und endet am 29. November 2026. Die 1. Qualifikationsrunde lief vom 5. bis 8. Februar, die 2. Runde vom 18. bis 20. September. Für das Final 8 stehen Spanien, Deutschland, Großbritannien, Österreich, Südkorea, Tschechien, Kanada und Italien fest. Italien ist als Titelverteidiger Gastgeber des Finalturniers.
Wie wird eine Wette auf ein Länderduell abgerechnet, wenn die Entscheidung schon gefallen ist?
Jede Begegnung umfasst bis zu vier Einzel und ein Doppel, alles im Best-of-Three; mit dem dritten Sieg einer Mannschaft entfallen die restlichen Partien. Wetten auf ausgefallene Partien werden nach den Bedingungen des jeweiligen Anbieters abgerechnet. Deshalb gehören diese Regeln und die Auszahlung nach dem offiziellen Ende des Ereignisses auf den Prüfzettel vor dem Setzen.
Woran erkennt man, ob ein Wettanbieter für Davis-Cup-Wetten in Deutschland erlaubt ist?
Der einzige belastbare Nachweis ist die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder nach § 9 Absatz 8 GlüStV. Dort lässt sich nachsehen, welcher Konzessionär unter welcher deutschen Domain eine Sportwetten-Erlaubnis hält. Eine .de-Endung allein beweist nichts, und eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele ist keine Sporterlaubnis.
Welche Live-Wetten sind bei Tennis in Deutschland erlaubt?
Eine Live-Wette während des Matches ist nur auf das Endergebnis oder eine ähnlich seltene Komponente zulässig — beim Tennis auf den nächsten Satz. Wetten auf den nächsten Punkt sind ausgeschlossen, weil solche Ereignisse zu häufig eintreten und damit manipulationsanfällig wären. Im Fußball gilt die entsprechende Erlaubnis für das nächste Tor.
Was bedeuten Marge und Sportwettensteuer beim Quotenvergleich?
Die Marge ist der Anteil der Einsätze, den ein Markt dem Veranstalter überlässt: Bei zwei Quoten von 1,90 auf beide Seiten liegt der Auszahlungsschlüssel bei rund 95 % und die Marge bei etwa 5 %. Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags, und trifft den Veranstalter.
Tennis – Topquotende.com
Inhalt erstellt vom Team «Topquotende.com»
